Was regelt ein Doppelbesteuerungsabkommen?
Es legt fest, welcher Staat bestimmte Einkünfte besteuern darf und wie eine doppelte Besteuerung vermieden wird. Das geschieht entweder durch Freistellung in einem Staat oder durch Anrechnung der ausländischen Steuer. Welche Methode gilt, hängt vom Abkommen und von der Art der Einkünfte ab.
Wann greift die Wegzugsbesteuerung?
Wenn du in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig warst, ins Ausland ziehst und mindestens 1 Prozent an einer Kapitalgesellschaft hältst. Besteuert wird der Wertzuwachs deiner Anteile, auch ohne Verkauf. Die Steuer kann auf Antrag in sieben Jahresraten gezahlt werden.
Was bedeutet die 183-Tage-Regel?
Arbeitslohn für eine Tätigkeit im Ausland bleibt unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland steuerpflichtig. Dafür darf sich der Mitarbeiter höchstens 183 Tage im Tätigkeitsstaat aufhalten. Außerdem darf der Lohn weder von einem Arbeitgeber dort noch von einer dortigen Betriebsstätte getragen werden. Gezählt werden Aufenthaltstage, nicht Arbeitstage, und je nach Abkommen innerhalb von zwölf Monaten statt im Kalenderjahr.
Wann entsteht eine Betriebsstätte im Ausland?
In der Regel bei einer festen Geschäftseinrichtung, über die die Tätigkeit ausgeübt wird. Für Bau- und Montagestellen gelten je nach Abkommen eigene Fristen, häufig sechs oder zwölf Monate. Auch ein dauerhaft genutzter Arbeitsplatz eines Mitarbeiters im Ausland kann ausreichen.